do more of what makes you happy #12lettersofhandmadefashion

Das Jahr 2016 war kein leichtes Jahr für mich. Es gab viele Tage, an denen ich morgens nur aufstand, weil ich die Kinder in die Schule bringen musste. Aufstehen, anziehen, fertig machen, alles Mammutaufgaben, die mir im Bett unüberwindbar erschienen. Wenn ich einmal auf den Beinen war, dann ging es. Die Kinder abholen, war dann die nächste Herausforderung. Wie gerne ich eine Tarnkappe gehabt hätte, damit mich niemand sieht. Der Gedanke, mich mit den anderen Eltern an der Schule unterhalten zu müssen, überforderte mich. Es war alles zu anstrengend, alles zu viel.

Es war für mich einfach an der Zeit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zum Glück fand ich sehr schnell einen Therapieplatz und dieses Mal passte es auf Anhieb mit dem Therapeuten und mir. Das war eine Art Wendepunkt. Es ging bergauf. Nicht wie bei einer Mondrakete, eher wie bei einer alten Dampflok, aber trotz allem ging es langsam und stetig bergauf.

Inzwischen überwiegen die guten Tage, aber die schlechten gibt es weiterhin. Das sind Tage, die mich in die Knie zwingen,  an denen die Hoffnung schwindet, die pechschwarze Gedanken bringen. An diesen Tagen wünsche ich mir, dass es vorbei ist und weil mein Kopf mit einer schwarzen Suppe gefüllt ist, gibt es keinen Hoffnungsschimmer, der mich glauben lässt, dass es wieder einen guten Tag geben wird. Und immer wieder frage ich mich: was hält mich überhaupt am Leben? Ja, ich weiß, dass mein Mann, meine Kinder und meine Freundinnen mir Halt und Liebe geben, ich weiß das, aber ich kann es an diesen Tagen nicht fühlen.

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es sich lohnt weiterzukämpfen. Für einen Ausflug mit den Kindern, bei dem ich meine Sorgen vergessen kann. Für ein Treffen mit meiner Freundin, während dem ich mich frei und unbelastet fühle. Für einen Abend mit meinem Mann, an dem ich für einen Moment glauben kann, dass alles in Ordnung ist und bleibt.

Mein Leben ist nicht immer lustig, aber mein Lachen habe ich nie verloren, an dunklen Tagen vermisse ich es, und an den guten versuche ich für die dunklen mitzulachen. Eine wunderbare Gelegenheit um meine Lach-Akkus zu füllen, hatte ich am vergangenen Wochenende in Berlin.

Meine liebe Freundin Selmin hat die tolle Aktion 12 letters of handmade fashion ins Leben gerufen. (Auf ihrem Blog könnt ihr bei Interesse genau darüber lesen.) Kurz gesagt, wurde jeden Monat ein Buchstabe gezogen, zu dem jede und jeder aufgerufen war, ein Kleidungsstück zu nähen. Im Dezember war dies ein L wie Lederhose, Leinenkleid oder Lodenmantel. Die Aktion begann im Januar und fand ihren krönenden Abschluss bei einem gemeinsamen Nähwochenende (a so called meet & sew) in Berlin. Es waren zwei ganz wundervolle Tage. Alles war von Selmin und Fee perfekt organisiert wurden. Amaia, mit der ich gemeinsam angereist war, hatte sich um die Bahntickets und das Hotel gekümmert. Ich musste mich nur um mich sorgen, was für mich durch den  Alltag mit drei Kindern ein echter Luxus ist. Ich habe es sehr genossen. An diesem Wochenende gab es keine Sorgen, keine Probleme, ich war einfach nur im Hier und Jetzt!

Und obwohl ich gefühlt die meiste Zeit damit verbracht habe, verträumt in der Gegend herumzuschauen und mich am Buffet zu bedienen (Gönn dir!), habe ich es tatsächlich geschafft meinen Dezember-Beitrag fertigzustellen.

I proudly present my Lagenlook mit Lederkleid (aus Lederimitat) mit Longjacke und ganz wichtig einem unbezahlbaren Lachen als schönstem Accessoire.

#12lettersofhandmadefashion

Ich bedanke mich, bei allen, die diese Treffen so wunderbar gemacht haben.

Selmins Beitrag findet ihr hier – mit tollem Text und wunderschönen Bildern.

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