Dieser Keks wird kein weicher sein!

Ich bin so gerne in die Grundschule gegangen. Ich weiß gar nicht, was ich so toll fand, wahrscheinlich einfach alles. Deswegen kam es mir nie in den Sinn, dass das bei meinen Kindern anders sein könnte. Mein Sohn findet die Schule auch toll, aber die Lehrerin, in deren Klasse er die ersten zwei Jahre ging, fand meinen Sohn nicht „toll“. Darüber hatte ich bereits geschrieben.

Als meine Tochter eingeschult wurde, ging ich (naiv wie ich war) davon aus, dass sie gerne in die Schule gehen würde. Das war dann nicht so. Meine Tochter sagte im ersten Schuljahr oft und gerne: „Ich will nicht in die scheiß-blöde Schule!“
Im ersten Gespräch sagte ihre Lehrerin, die auch die Direktorin der Schule ist: „Ihre Tochter hält sich nicht gerne an Regeln. Und sonst macht sie auch nur das, was sie will.“

Im zweiten Gespräch erklärte mir die Lehrerin, dass meine Tochter feste Regeln braucht. Sie wäre sehr eigensinnig. Im Gegensatz zur Lehrerin fasse ich das als eine Charakterstärke auf. Zum Schluss gab sie mir den Tipp: „Bleiben sie konsequent, aber ohne Druck zu machen!“ Ich werde in naher Zukunft einen Beitrag mit ihren besten Tipps und Ratschlägen verfassen. Einer besser als der andere.

Meine Begeisterung war also riesengroß als die Klassenpflegschaftsvorsitzende uns per Mail von der „wunderschönen Tradition“ – der Lehrerin am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien selbstgebackene Plätzchen zu überreichen – informierte. Ich habe von Menschen gehört, die in der Adventszeit kiloweise Plätzchen (sogar verschiedene Sorten!!!) fabrizieren. Es soll ihnen Spaß bereiten. Ich gehöre ganz bestimmt nicht dazu!

Zuerst wollte ich gar nicht backen, dann überlegte ich Kekse zu kaufen und zum Schluss fragte ich meine Tochter, ob sie für ihre Lehrerin Plätzchen backen möchte. Sie hat ja gesagt.

In diesem Jahr habe ich für die Klassen-Adventsfeier meines Sohnes  Spritzgebäck (als Beitrag für das Buffet) gemacht. Ich muss zugeben, dass ich das letzte Blech im (immerhin ausgeschalteten Backofen) vergessen habe, weil ich los musste. Es kann also sein, dass dieses Spritzgebäck dann so hart wurde, dass sich bei der Adventsfeier ein Mädchen einen Milchzahn daran ausgebissen hat. (Und das tut mir wirklich leid!)

Und es kann auch sein, dass ich das übrig gebliebene Spritzgebäck in einem hübschem Glas mit einer knuddeligen Schleife meiner Tochter für ihre Lehrerin mitgeben werde.

Das ist vielleicht kindisch, aber ich finde es trotzdem lustig.

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